um 1250 - 1895

Herzlich Willkommen,

in einem der dunkelsten Zeitalter der europäischen Geschichte dem frühen Spätmittelalter, etwa im Jahre 1250 - 1270. Nur etwa 25 Jahre zuvor wurde das erste deutsche Rechtsbuch, der "Sachsenspiegel" unweit der alten Hammerschmiede auf Burg Falkenstein im Harz verfasst.

In dieser Zeit ist der Harz Reichsbannwald - ein tiefer Wald, mit wilden Tieren, welche im Schutze der Könige und Kaiser stehen - nur gekrönte Häupter dürfen hier jagen.

Alchemisten, Heiler und Kundige haben es in diesen Zeiten der Instabilität nicht leicht und werden oft in Verbindung mit Teufel und Hexerei gebracht und verbrannt.

Der Staufferkaiser Friedrich II. ist erst vor kurzem verstorben und große Umbrüche sind an der Tagesordnung, Könige und Gegenkönige wechseln oft.

Diesen Umbrüchen wird erst 1273 ein Ende gesetzt, als Rudolf von Habsburg zum König gewählt wird.

Mitten in dieser Zeit wurde der Grundstein unseres Stammhauses, der alten oberen Hammerhütte zu Wieda gelegt, etwa 130 Jahre nach Gründung des Klosters Walkenried.

Mönche und Klosterangehörige nutzen die günstige Lage am Ende des Kastentals im späteren Ort Wieda (Besiedelung erst nach 1500), um hier Eisenrohguss für die Weiterverarbeitung in anderen Schmiedebetrieben zu frischen. Nur so kann das Eisen schmiedbar gemacht werden.

Der Harz ist durch das Zisterzienserkloster geprägt, denn schon damals wurde wirtschaftlich im Harz gearbeitet. Die Mönche fischen, bewirtschaften die Länder, betreiben Bergbau und bilden die Basis für reiche Regenten.

Doch um 1360 findet das lebhafte Treiben ein jähes Ende - die Pest bricht über Europa hinein und auch der Harz wird durch die Seuche weitgehend entvölkert.

Es sollte mehr als 150 Jahre dauern, bis endlich wieder Leben im Harzwald einkehrt und der Harz zu seiner Blüte emporschießt.

1593 fallen die ehemaligen Klosterbesitztümer (darunter auch die Hammerschmiede) und die Klosterverwaltung (nachdem die letzten Mönche 1546 gezwungenermaßen zum Protestantismus übertraten) an die Herzöge von Braunschweig und Lüneburg. Die Bewirtschaftung des Harzes wird fortan gefördert - Menschen werden bewusst angesiedelt, Bergwerke werden (wieder) eröffnet, neue Silber- und Edelmetallvorkommen erschlossen und größere Hüttenbetriebe (unter Verwaltung der jeweiligen Regenten) beginnen zu wachsen.

Das Leben der einfachen Bevölkerung und gerade der Bergleute ist hart und sehr entbehrungsreich, doch genießt man die Bergfreiheiten, welche gewisse Rechte sichern (bspw. Vorkaufsrechte bei Hausverkäufen, eine eigene Berggerichtsbarkeit, teilzeitliches Jagd- und Fischrecht oder das Recht Bier zu brauen).

Plötzlich aber droht die nächste Katastrophe - der Dreißigjährige Krieg. Durch Schwedische Söldner um 1625 wird der Harz abermals zu einem Schauplatz von Entvölkerung und Zerstörung. Nur eine kleine Gruppe von Aufständischen in unseren Wäldern, die Harzschützen, leisten ab 1626 starken und erbitterten Widerstand - jedoch ohne Erfolg. Gegen Ende der 1620er Jahre müssen auch die Letzten von ihnen den Kleinkrieg aufgeben.

Noch mitten im Krieg bricht plötzlich am 20.03.1642 der nur unweit im oberen Kastental gelegene Staudamm und hinterlässt Spuren der Verwüstung - die Schmiede ist über lange Zeit nicht nutzbar, da auch Mittel und Männer zur Renovierung fehlen.

Die Wirtschaft und der Bergbau können sich erst langsam ab 1648, nach Schließung des Westfälischen Friedens in Münster, wieder erholen. In der Schmiede brennen ab 1655 wieder die Essen, nachdem erst 1653/54 renoviert werden konnte.

Aus dem Jahre 1654 entstammt daher eine im Braunschweigischen Staatsarchiv zu Wolfenbüttel liegende Urkunde von der "alten oberen Hammerhutten in der Weyda" - es ist eine "Bawrechnung", das Gebäude wurde "in bawfelligem, desolatem Zustande" vorgefunden "im Dache und im Fache schlecht".

 

Die wirtschaftliche Erholung der Harzregion ist so gut, dass um 1700 ein ökologisches Desaster folgt - der Harz ist fast abgeholzt. Die Gruben und Hütten verschlingen Hektar um Hektar. Die ersten Naturschutzbemühungen werden ab 1707 durchgesetzt und der Harzwald beginnt langsam, sich zu erholen.

Der Ort Wieda bekommt 1789 einen neuen Hochofen und die damalige Wiedaer Hütte (zu der auch die Hammerschmiede gehörte) im Jahre 1803 einen neuen und großen Staudamm am Ende des Ortes in Richtung Braunlage. Doch schon 1808, am 07. April bricht der Damm - der zweite Dammbruch in der bewegten Geschichte unseres Gebäudes. Erneut gibt es mehr oder weniger große Schäden, die Grundmauern mit den Fenstern aber halten stand.

Um 1820 ist die Wiedaer Hütte unterbesetzt und die obere Hammerhütte, unsere Hammerschmiede, wird wegen Unwirtschaftlichkeit weitgehend aufgegeben und 1873 endgültig aus der Hütte ausgegliedert.

Eine lange Zeit von Leerstand, kurzzeitigen Verpachtungen (u.a. eine Faßböttcherei ab 1873), Besitzerwechseln und weiterem Verfall sollte so beginnen...

Bis zum Jahre 1895, als unser Vorfahre Theodor Knoblauch das Gebäude erwirbt und so retten kann, um dort mit einem Gehilfen zusammen Holzschaufeln für die Zucker- und Malzindustrie herzustellen...

 

weiter zu 1895 - 1984/85

 

 

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