Die Herstellung - vom Gerstenkorn zum Feinbrand

Der unverkennbare und reine Geschmack des Glen Els ist das Resultat aus hervorragenden Rohstoffen (verschiedene Gerstenmalze, Gebirgsquellwasser und Hefe), sauberer Natur im Harzwald und großer Sorgfalt.

Die wichtigste Zutat ist und bleibt aber das frische Gebirgsquellwasser, aus der Quelle direkt hinter der Destillerie.

Die Herstellung im weiteren Sinne beginnt unweit der Manufaktur im Harz(vorland), wo die feine, aber robuste und aromatische Gerste wächst.

Ein Blick durch die Landschaft
Ein Blick durch die Landschaft

Nachdem diese Gerste geerntet ist, wird sie in einer Mälzerei zum sog. Malz bzw. Gerstenmalz weiterverarbeitet, da in der Hammerschmiede z.Zt. keine eigene Mälzerei unterhalten werden kann.

 

 

Das Mälzen selbst gliedert sich in 3-4 Schritte:

 

  1. (Ein-)Weichen - die Gerste wird ca. 2-3 Tage in Wasser getränkt
  2. Keimen - die Gerste beginnt anschließend mit dem Keimen, wodurch die Stärke in Zucker gewandelt wird
  3. Darren - die nun grünen Gerstenkörner werden mit heißer Luft (ca. 80-220°C) getrocknet und sind anschließend zur Weiterverarbeitung (als Gerstenmalz) geeignet
  4. (Räuchern) - Teile des Malzes werden in einer kleinen Räucherei im Harz noch zusätzlich im Buchen- und Erlenrauch über mindestens 24 h geräuchert - dieses Malz wird für die WOODSMOKED Serie und den THE ALRIK by The Glen Els verwendet.

Nachdem die Gerste gemälzt ist, muss sie geschrotet und z.T. feiner gemahlen werden. Anschließend wird das vorbereitete Gerstenmalz mit heißem Wasser vermischt, so dass durch diesen Arbeitsschritt die Zuckerstoffe des Malzes aktiviert und damit zur Gärung gebracht werden können. Das so entstandene Produkt nennt sich Würze (Wort).

 

Um die Gärung beginnen zu lassen, muss die Maische (Wash) entstehen. Hierzu bedient man sich der soeben gewonnenen Malz-Würze und vermischt diese mit bester Reinzuchthefe. In etwas mehr als 2 1/2 - 3 Tagen werden die Zuckerstoffe des Malzes von den Hefen in Alkohol und Kohlendioxid umgewandelt.

 

Die dabei vergorene Maische hat einen Alkoholgehalt von etwa 10-12%vol.

 

Um nun an den begehrten New-Make (Babywhisky) zu kommen muss die Maische abgebrannt werden. Hierbei bedient man sich einem jahrhunderte alten Verfahren - der Destillation.

 

Die Destillation erfolgt 2-fach.

 

Beim ersten Brand wird die Maische sog. "rohgebrannt" - d.h. es erfolgt eine klassische Destillation ohne Abtrennung der aromaintensiven Vor- und Nachläufe - an dieser Stelle erfolgt auch mit Hilfe des sog. Einheitsprobennehmers die Alkoholmessung, während andere Brennereien darauf setzen die Alkohole erst ganz am Ende zu messen. Doch die frühe Alkoholmessung hat deutliche Vorteile, denn sie erlaubt im Feinbrand ein wesentlich präziseres Arbeiten.
Durch diesen Aufbau betreffen die Verschlusseinrichtungen nur den Rohbrandkessel und den Rohbrand, der Feinbrand hingegen ist während der gesamten Destillation frei zugänglich. Einziger Nachteil ist jedoch, dass die Verluste, welche durch Verdunstung beim Feinbrand entstehen, selbst getragen werden müssen - für uns ein gern in Kauf genommener Preis, denn es ergeben sich im ungünstigsten Fall nur ca. 1 EUR Brantweinsteuer mehr pro Flasche.

 

- Anmerkung: Ein Brand besteht generell immer aus 3 wesentlichen Stücken:

 

  • Vorlauf (ab ~ 65°C - kurzkettige Kohlenwasserstoffe - bspw. Methanol, Aceton, Ester) - ungenießbar, beißender Geruch (Nagellackentferner, Klebstoffe), aber auch leicht fruchtige Noten (Ananas, Banane, Mango)
  • Hauptbrand/Herzstück (ab ~78-79°C - Ethylalkohol) - genießbar, aromatisch
  • Nachlauf (ab ~ 84°C - langkettige Kohlenwasserstoffe - bspw. Iso-Propanol, Butanol) - ungenießbar, schal

 

Im Anschluss an den Rohbrand muss (damit der junge [eigentlich noch nicht] Whisky ins Fass darf) feingebrannt werden.

Beim sog. Feinbrand wird eine sehr präzise Trennung zwischen Vorlauf, Hauptbrand und Nachlauf vorgenommen, da es sowohl in Vor-, als auch in Nachläufen gesundheitsbeeinträchtigende - und vor allem dem Aroma abträgliche - Komponenten geben kann (bspw. Aceton, Methanol, usw.). Diese Stoffe können zusätzlich zwar auch durch die Fasslagerung gemildert werden, doch zahlt sich eine präzise Arbeit im Bereich der genauen Abtrennung stets aus - mildere Brände und bessere Aromen sind am Ende der wertvollste Lohn.

Dem Mythos, dass ein schlechter Brand durch ein gutes Fass wieder korrigiert werden kann, muss an dieser Steller direkt entgegengewirkt werden - dies ist nie so gewesen und wird auch nie so sein.

Nach der Destillation wird der "Baby-Whisky"/ New-Make nun auf 50, 60 oder 70%vol. heruntergesetzt und anschließend in die Fässer gefüllt.

 

Der letzte Schritt der Whiskyherstellung ist die Fasslagerung.

 

Die vorgeschriebene Lagerdauer für Single Malt Whiskys beträgt 3 Jahre und 1 Tag, jedoch sollte man versuchen einem guten Whisky dennoch etwas mehr Zeit einzuräumen (zur Zeit etwas mehr als 3,5 - 6 Jahre).

Und wäre der Harzer Whisky nicht so beliebt bei seinen Kunden, könnten auch längere Lagerzeiten erreicht werden. Doch dank der speziellen Lagerung muss der Harzer Whisky gar nicht so lange reifen...

 

Mehr zu Lagerung & Fässern

Im Anschluss an die Fasslagerung wird der Whisky begutachtet, bewertet und kann bei entsprechender Reife für die Flasche freigegeben werden.

Im Anschluss folgen noch einige Schritte, bis der Whisky auch Ihren Gaumen erreicht:

1. Abfüllung per Hand:

 

Jede Flasche muss mindestens den genannten Inhalt enthalten. Wir garantieren dies durch hochwertige Manufakturarbeit mit entsprechend hoher Präzision.

Es ist zwar sicherlich möglich, dass eventuell etwas mehr in der Flasche ist, doch dies wird kaum als störend, denn mehr als erfreulich empfunden.

Hauptsache ist: nicht zu wenig, denn wir möchten Sie als Kunden zufriedenstellen und nicht unseren Gewinn um jeden Preis maximieren.

Gleichzeitig wird das Produkt hier auf Reinheit und Klarheit geprüft, da unser Augenmerk stets auf dem liegt, was wir gerade tun.

2. Verkorken und Versiegeln:

 

Nachdem die Flasche per Hand abgefüllt worden ist, muss diese natürlich verkorkt und versiegelt werden.

Edle Spirituosen brauchen ein edles Handling und ein gutes Gefühl beim Öffnen, so dass hier Flaschen mit Korkmündung verwendet werden.

Viel Gefühl benötigen aber auch wir bei diesen Tätigkeiten. Vor allem das Versiegeln benötigt viel Fingerspitzengefühl, da wir mit Schrumpfkapseln arbeiten.

Diese Schrumpfkapseln werden heiß verschweißt, so dass das Timing hier sehr wichtig ist. Einen Moment zu kurz und die Kapsel bietet keinen Schutz und fällt ab, einen Moment zu lang und die Kapsel reißt.

3. Etikettieren und Ausstatten:

 

Nach der Versiegelung ist die Flasche bereit für den letzten großen Schritt in der Produktion. Die Etikettierung muss, wie alle vorherigen Schritte auch, sehr präzise erfolgen, da das Etikett nach reinem Augenmaß ausgerichtet und faltenfrei gesetzt und geklebt werden muss. Ist ein Etikett auffällig schief oder faltig, muss die Arbeit so lange wiederholt werden, bis das Produkt perfekt und somit verkaufsfähig ist.

Nach der Etikettierung folgt die Ausstattung. Hierbei wird meist ein kleines Anhängerchen an der Flasche angebracht und die Faltschachtel aufgefaltet. Die Aufmerksamkeit darf auch hier nicht nachlassen, da das Produkt spätestens hier endgültig "auf Herz und Nieren" geprüft wird.

4. Der Weg zum Genuß:

 

Zu guter Letzt wird die fertige Flasche Glen Els verpackt und kartoniert, so dass sie nun auf die lange Reise zu unseren Kunden gehen kann.

Die Reise kann direkt, wie auch indirekt erfolgen, so dass auch beim Design der Verpackung die Produktsicherheit ein Hauptaspekt war.

Hat der Glen Els nun sein Zwischenziel beim Kunden erreicht, steht nur noch der Genuß im Vordergrund. Ob in der eleganten Bar oder im heimischen Ohrensessel, ob Outdoor oder am Kamin, all dies überlassen wir Ihnen und Ihrem Geschmack.

Wir wünschen einen guten Genuß...

Hammerschmiede

Manufactur feinster Spirituosen

Home of The Glen Els

 

Elsbach 11A
D-37449 Zorge

info@hammerschmiede.de

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*Bitte beachten Sie eventuelle Ankündigungen.

 

WICHTIG: An Tagen, an denen eine Boutique-Distillery-Tour stattfindet, kann die Verkostungsmöglichkeit für ca. 20-30 Minuten nach Tourende für Besucher, die nicht an der Tour teilnehmen, eingeschränkt sein.

Der Verkostungsbereich ist in dieser Zeit für andere Besucher gesperrt.

 

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GUIDED TOURS

ab 24.07.2017

 

Do.: 15:00 h

Fr.:   15:00 h

Sa.:   11:30 h & 13:00 h

 

Bitte beachten Sie eventuelle Ankündigungen.

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